Ein Fahrzeug überführen ohne Tüv -ist das erlaubt? - Die Frage wurde schon in der Überschrift des Themas gut und klar gestellt. Ist es möglich und darf man dies, ohne, dass man eventuell schwerwiegende Folgen bei einer Polizeikontrolle befürchten muss?



Nein, dass ist nicht mehr möglich. Seit dem 1.4.2015 benötigt man für ein Kurzkennzeichen einen gültigen TÜV, HU / AU Nachweis. Der §16 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung – FZV wurde mit diesem Datum geändert. Die Regelung in §16 (Prüfungsfahrten, Probefahrten, Überführungsfahrten) ist somit nicht mehr gültig.

Sie dürfen demnach kein Auto mehr ohne TÜV und AU überführen.

Es ist wichtig, dass das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand ist. Dies ist auch zu Ihrer Sicherheit und der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer unabdingbar.

Hier stellt sich natürlich die Frage: Was ist verkehrssicher? Diese Frage können wir an dieser Stelle nicht beantworten und liegt sicherlich immer im Ermessen des jeweiligen TÜV Prüfers oder des eingesetzten Polizeibeamten bei einer möglichen Kontrolle.

Nicht zuletzt wegen Ihrer eigenen Sicherheit, sollten Sie ein Auto nur dann überführen, wenn es TÜV hat.  Sollte dies nicht möglich sein, z. B. weil das Auto lange stillgelegt war, dann unterziehen Sie das Auto vor der Überführungsfahrt einer Überprüfung durch einen Fachmann und fahren Sie danach beim TÜV vor.

Das Kurzkennzeichen ist das Kennzeichen, welches auf der rechten Seite einen gelben Balken hat. In diesem gelben Balken ist das Ablaufdatum angegeben – gemeint ist der entsprechende Tag – 24:00 Uhr. Das Kurzzeitkennzeichen wird für 5 Tage ausgestellt und braucht nach Ablauf nicht zurückgegeben zu werden.

Das Kennzeichen wird automatisch ungültig und kann danach vernichtet werden.

Gehen Sie zu einer Versicherung Ihres Vertrauens und beantragen das Kurzkennzeichen nach § 16 FZV ( Fahrzeug – Zulassungsverordnung ) . Hier erhalten Sie dann gegen eine bestimmte Gebühr eine eVB Nummer. Mit dieser Bescheinigung können Sie dann zu jeder Zulassungsstelle gehen und ein Kurzzeitkennzeichen beantragen. Sie sind an die Zulassungsstelle Ihres Wohnortes oder an die Zulassungsstelle des Verkäufers gebunden.

Die Herstellung / Prägung des Kennzeichens sind in der Regel etwas billiger als die normalen Kennzeichen. Manche Versicherungen verlangen meist dann keine Gebühren für das „ gelbe „ Kurzzeitkennzeichen „ wenn Sie danach das Fahrzeug auch dann bei dieser Versicherung versichern.

Fragen Sie auf jeden Fall vorher nach. So sparen sie Geld!

Hier finden Sie eine genau Anleitung für Überführungskennzeichen. Darin steht, was Sie alles benötigen und an wen Sie sich wenden müssen.

Wir weisen zum Abschluss des Berichtes nochmals darauf hin, dass Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit und Absicherung dennoch bei Ihrer Versicherung und bei der Zulassungsstelle nachfragen sollten, ob es gesetzliche Änderungen gibt.

Nachfragen kostet nichts und schafft Sicherheit!

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Ohne TÜV, HU & AU

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